Wie ich zur Mode kam – meine Geschichte

In meiner langen beruflichen Laufbahn als Managerin in verschiedenen Bereichen und Positionen war mir mein äußeres Erscheinungsbild immer wichtig.

Ich bin zweisprachig aufgewachsen und habe von kleinauf 2 Kulturen in mir getragen. Einerseits die südländische mazedonische Mentalität, wo Frauen sehr großen Wert auf ihr Äußeres legt. Andererseits die Stärke, die die Frau in Deutschland ausstrahlt.

So kam es, dass ich in 2014 auf eine Hochzeit eingeladen wurde, wo ich als Trauzeugin fungieren sollte. Mir war sofort klar, dass dies ein besonderes Kleid werden wird. Ich machte mich gleich auf die Suche nach einem passenden Design und Stoff, und habe mich gleich in einen schimmernden blau/grünen Taft, der ueber den sogenannten “Chambray-Effekt” verfügt, verliebt. Den changierenden Effekt konnte ich noch verstärken, in dem ich den Stoff mehrfach brechen würde…durch das sogenannte „Smoken“. Diese Technik aus der Barockzeit, wie auch andere historische Techniken wir „Embroidery al aire“, „Tambour embroidery“ etc. hatten mich schon immer interessiert, so dass ich mir das smoken durch verschiedene Youtube Videos schnell angeeignet habe. Den Papierschnitt für mein selbst entworfenes Kleid hatte dann eine Schnittmacherin aus Heidelberg geliefert und hier seht Ihr das Ergebnis:

Selbst meine Schwiegermutter war begeistert von meinem Design, obwohl sie schon über 300 Brautkleider entworfen und genäht hatte.
Das gab mir Mut, mich weiter mich Mode, Design, Stoffen und Schnittmusterentwicklung zu beschäftigen. Ich merkte jeden Tag, wie sehr mir dieses Thema am Herzen liegt und mir ist nicht aufgefallen, wie viel ich arbeitete. So etwas kann man nur dann sagen, wenn man das liebt, was man tut.

Nach einer intensiven Recherche über potentielle, nachhaltige Stoffhersteller und Produktionsstätten in Europa habe ich mich für Lieferanten aus Frankreich und Hersteller in Nord Mazedonien entschieden. Auf diese Weise konnte ich meine Zweisprachigkeit und dortiges gutes Netzwerk nicht nur sinnvoll einsetzen, sondern auch kleine Betriebe unterstützen. Diese sind inhabergeführte Unternehmen, die seit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Textilherstellung haben, GOTS (Global Organic Textil Standard) zertifiziert sind und für namhafte Labels herstellen. Das liegt mir besonders am Herzen, da gerade in der heutigen Zeit Nachhaltigkeit und faire Produktion wichtiger denn je sind.

Dies ist meine Geschichte, welche viele Komponenten beinhaltet. Vielleicht habe ich keinen klassischen Modehintergrund, jedoch beschäftige ich mich intensiv mit Handwerkskunst, Qualität und vollster Liebe zum Detail.

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